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Klassenübergreifende Projekte

Teilnahme am Silvesterlauf

Dieses klassenübergreifende Projekt hat sich im theoretischen Teil mit Themen aus dem Bereich des Laufsports beschäftigt. In der Praxis wurden Lauftrainings absolviert mit dem Ziel, den Silvesterlauf in Zürich erfolgreich zu bestreiten.

Anita berichtet:
Es ist kurz vor halb Fünf abends und wir stehen am Start des Zürcher Silvesterlaufes. Wir, die Happy-Runners, wir, Drittklässler der FMS Muttenz. Es ist noch nicht allzu lange her, da standen genau hier die Medium- und Premiumläufer, unter welchen sich ebenfalls Mitglieder unserer Projektarbeit befanden. Wir haben sie von der Bande aus angefeuert, und nun stehen wir selber hier an ihrer Position, sie übernehmen unsere.
Der Countdown beginnt: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Los! Die Menschenmasse beginnt sich langsam zu bewegen, und mit ihr auch wir. Vier Runden, 8,6km liegen vor uns. Die ersten Meter fallen leicht und schon bald verfällt man in den Laufrhythmus. Das Publikum ist grossartig und treibt einen immer weiter voran. Nach einer halben Runde kommt man zur Steigung. Noch ziemlich locker kann ich sie bewältigen, aber ich freue mich nicht auf die weiteren drei Passierungen.
Nach der ersten Runde höre ich die Premium- und Mediumläufer mich anfeuern. In der 2. Runde verfalle ich in den sogenannten Flow, meine Beine rennen von selber, nur mein Knie beginnt langsam zu streiken. Egal, ich renne weiter. Die dritte Runde bricht heran, die Strasse um mich herum wird immer leerer, immer weniger Läufer überholen mich. Die Steigung ist hart, aber ich bringe sie hinter mich. Der Übergang zur vierten Runde, das vordere Feld hat mich überrundet und kann nun ins Ziel, ich muss noch eine Runde weiter. Die Schmerzen im Knie steigern sich ins unterträgliche. Egal, rede ich mir ein, sicherlich auch vom Adrenalin beeinflusst, einfach weiterrennen.
Das letzte Mal die Steigung heraufquälen, zum letzten Mal die beleuchtete und belebte Strasse hinauf. Ich werde von allen Seiten ermuntert, durchzuhalten. Und dies tue ich auch. Die letzte Kurve, dort vorne das Ziel. Noch einmal sammle ich nicht vorhanden geglaubte Kräfte und sprinte unter Schmerzen ins Ziel. Es ist geschafft! Ich bin im Ziel! Für einen Moment vergesse ich meine Schmerzen und stehe einfach grinsend da. Dann humple ich zurück zum Kleiderdepot und werde von den anderen freudig begrüsst. Auch wenn ich, wie ich später erfahre, Letzte geworden bin, habe ich mein Ziel erreicht: Ich bin die 8,6 km durchgejoggt. Die Vorbereitung hat sich gelohnt, alle (ausser mir) haben sich unter der hochgerechneten Zeit vom Testlauf durch die 8,6 km gekämpft. Ein voller Erfolg! Nicht ganz unschuldig daran sind unsere beiden Motivatoren Herr Heckendorn und Herr Morf. Danke!