Logo Gymnasium Muttenz









 
trennlinie

Kulturhauptstadt 2007

zurück zur Themenuebersicht

Hermannstadt ist ein Traum für jeden Touristen. An jeder Ecke der Stadt findet man kulturelles Erbe wie Kirchen, Schulen oder Plätze, welche oft über 500 Jahre alt sind und einen hohen historischen Wert besitzen. Gleichzeitig befinden sich vor allem im Zentrum der Stadt moderne Bars und Klubs, welche auch unter der Woche fast immer randvoll sind. Während die Jugendlichen tanzen oder ein Bier trinken, gehen die Erwachsenen oft ins Theater oder in ein Restaurant gutes rumänische Essen geniessen. Die Hermannstädter sind also ein lebhaftes Volk, welches sich zu amüsieren weiss und für jeden Spass zu haben ist. Ausserdem wird Sport sehr geschätzt, und die Preise sind im Vergleich zur Schweiz nur halb so hoch, wenn nicht sogar noch weniger.
In Hermannstadt imponieren vor allem die vielen grossen Kirchen, welche über die ganze Stadt verteilt sind. Für die evangelischen Bewohner gibt es die Johanneskirche, welche einen besonders schönen Glockenturm besitzt, und die Orthodoxgläubigen besitzen unter anderem die rumänisch orthodoxe Kirche “Im Graben” oder die beeindruckende Kathedrale “Heilige Dreieinigkeit”, welche wahrscheinlich die grösste Kirche in Hermannstadt ist.
Im Zentrum der Stadt erstreckt sich ein riesiger Platz, welcher “Grosser Ring” genannt wird. Er ist über 100 Meter lang und wurde vor drei Jahren komplett renoviert und mit kleinen Platten versehen. Da sich an diesem Platz viele wichtige Gebäude wie das Rathaus, Kirchen, Museen und Bars befinden, ist hier auch immer viel los. Neben dem “Grossen Ring” gibt es noch den “Kleinen Ring”, welcher an seinen grossen Bruder angrenzt. Bei diesem befindet sich eine architektonische Meisterleistung, die Gusseisenbrücke, genannt Lügenbrücke. Sie ist hübsch mit Blumen verziert und ein beliebtes Ziel der Touristen.
Die Hermannstädter lieben es auszugehen. Es befinden sich unzählige Bars und Klubs in Hermannstadt, welche hauptsächlich im Zentrum um den “Grossen Ring verteilt sind. Am Wochenende und auch unter der Woche werden diese von Jugendlichen bis spät in die Nacht besucht, und die Stimmung ist immer umwerfend. Die Erwachsenen gehen lieber fein Essen oder schauen sich ein gutes Theaterstück an, z. B. im Astra-Theater oder am internationalen Theaterfestival. Das erste Theater in Hermannstadt wurde übrigens 1788 eröffnet. Es wird einem schon auf den ersten Blick klar, dass die Leute in Hermannstadt fröhlich und locker sind und es verstehen, sich zu amüsieren.
Sportliche Aktivitäten werden in Hermannstadt hoch geschätzt. Deshalb besitzt die Stadt mehrere Tennis-, Fussball- und Basketballplätze. Es ist auch ein Fussballstadion vorhanden, welches über 20’000 Zuschauer fasst, dessen Mannschaft FC Sibiu jedoch nicht sehr erfolgreich ist. Neben Sport gibt es traditionelle Volkstänze, welche von jeder Altergruppe praktiziert werden und besonders an Festen beliebt sind.
Die Stadt besitzt insgesamt vier verschiedene Zeitungen, drei rumänische Tageszeitungen und eine deutsche Wochenzeitung, die sich “Hermannstädter Zeitung” nennt. In Hermannstadt wird sehr viel ferngesehen und auch oft im Internet gesurft. Die Jugendlichen bleiben oft bis zwei oder drei Uhr im Chat, auch wenn am nächsten Tag Schule ist. In Sachen Musik gibt es bei den Jugendlichen zwei Hauptgruppen: Die eine Gruppe hört Elektro und House, während die andere sich auf Rock fixiert hat. Die Erwachsenen hören Radio oder rumänische Volksmusik.
Im Januar 2007 ist Rumänien der EU beigetreten. Die Währung hat sich jedoch noch nicht verändert, und es wird weiterhin mit dem “Lei” bezahlt, welcher ungefähr 50 Rappen wert ist.
Bedenkt man die vielen architektonischen Meisterleistungen und die kulturell wertvollen Bauten, die fröhliche Stimmung der Leute und die hochgeschätzten Traditionen, so scheint es nicht verwunderlich, dass Hermannstadt in diesem Jahr zur Kulturhauptstadt Europas gekürt wurde.

Timon

zurück zur Themenuebersicht