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Jaqueline-Andrada („Ich spreche viel zu viel“)

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Würde man sich meine Austauschschülerin vor dem inneren Auge bildlich vorstellen, käme man nie auf die Idee, sie auf ihre kleine Körpergrösse und magere Gestalt zu beschränken. Vielmehr gleicht Andrada einem Sprudelnden Vulkan, dessen Lava mit soviel Energie in die Höhe hinausgespeiht wird, dass sie jeden Menschen innerlich berührt oder ihn direkt konfrontiert.

Die 16-jährige wohnt mit ihren Eltern an der dichtbefahrenen Strasse Alba Julia in einer kleinen Wohnung eines Wohnblocks, der neben dem Feuerwehrmagazin steht. Im gleichen Block lebt auch die vier Jahre alte Hundedame Lily, die auch mal auf eine Streicheleinheit bei den L.s reinschauen darf. Ihr Vater arbeitet bei der Allianzversicherung, ihre Muttier in einem Medikamentedepot. Zu Hause spricht sie Rumänisch, nur in der Schule, die sie vor allem besucht, um ihre Freunde zu treffen, spricht sie sehr gut Deutsch. Sie besucht die Klasse Xb mit den Schwerpunktfächern Mathematik und Informatik. Zu ihren Lieblingsfächern zählt nebst Mathe auch Biologie. Sie lernt für die Fächer, die sie versteht, und sie versteht die Fächer, die ihr Spass machen.

Die Freizeit verbringt Andrada am liebsten mit ihren zahlreichen Freunden. Ob persönlich. Während eines Treffens in der Stadt, am Telefon oder übers Netz, sie hat immer eine offenes Ohr für ihre Kameraden, die zu ihr kommen und ihre verständnisvolle Art schätzen, wenn sie sich mit Problemen herumwälzen. Ihre Vertrauenserweckende Persönlichkeit hat sogar derartige Auswirkungen, dass man sie zur Schulsprecherin ihrer Klasse für dieses Jahr vorgeschlagen hat. Ihre Geselligkeit erkennt man, wenn man die Stapel von gespeicherten Photos auf ihrem Computer abruft, den sie sonst bis tief in die Nacht hinein für den Messenger-Kontakt zu ihren Freunden benutzt. Ihre zweite Leidenschaft ist die Musik, mit Vorliebe House und Reggaeton, ohne die sich nicht leben könnte. Dieses essenzielle Bedürfnis stillt sie mit ihrem MP3-Player und dem Fernseher, der eingeschaltet wird, um Musiksender laufen zu lassen. Die am 14. Juni 1991 geborene Waage kleidet sich sportlich und hat ein Faible für Turnschuhe. Diese treten äusserst selten auf Waldboden auf, sie führt sie lieber in der Stadt spazieren. Im Herrmannstadt zu leben gefällt ihr sehr gut, sie kann sich nicht vorstellen woanders zu leben, auch wenn sie noch nicht weiss, wo ihre berufliche Laufbahn hinführen wird.

Von sich selbst und nach Meinung ihrer Mutter spricht sie zu schnell und zu viel. Ihre Redefähigkeit stellt sie neben dem direkten Gespräch jeweils an den Abenden unter Beweis, an denen sie hundert Gratisfreisprechminuten auf ihrem Handy zugute hat.

Von Jacqueline

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